Im Jahr 1997 wurde auf der Ebene des Gemeindeverwaltungsverbandes begonnen, kommunale Umweltqualitätsziele zu diskutieren. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Akademie für Technikfolgenabschätzung des Landes wurden in Arbeitssitzungen zu den verschiedenen Umweltbereichen sinnvolle Ziele mit dem Zeithorizont 2010 und hierfür erforderliche Maßnahmen diskutiert. In dieser Diskussion waren rund 25 Interessensgruppen und Behörden einbezogen. Bei den Diskussionen galt das Prinzip des „tolerierten Konsenses“: Verabschiedet wurden nur Ziele und Maßnahmen, die von allen Teilnehmern mitgetragen werden können. Das Projekt wurde im Juli 1998 mit der letzten Sitzung abgeschlossen. Bis Anfang 1999 wurden die Umweltqualitätsziele in allen drei Gemeinden einstimmig verabschiedet. Insgesamt stellen die zusammengestellten Ziele und Maßnahmen ein umfassendes, detailliertes Handlungsprogramm im Umweltbereich bis zum Jahr 2010 dar. Da es gelungen ist, in einem Gremium mit sehr unterschiedlicher Interessenslage, in dem beispielsweise die Industrie- und Handelskammer ebenso wie die Naturschutzverbände, die Stadtbauämter und der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband vertreten waren, einen Konsens herbeizuführen, handelt es sich nach Ansicht der Verwaltung insgesamt um ein sehr ausgewogenes Ziel- und Maßnahmenpaket. Aufgrund der vorweggenommenen Diskussionen dürfte die Umsetzung konfliktärmer möglich sein als ohne ein solches Vorgehen.
Derzeit werden die Umweltqualitätsziele evaluiert, die Ergebnisse sind im letzten Quartal 2013 zu erwarten.

Die Abschlussdokumentation kann hier heruntergeladen werden:

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