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Liebe Baaremer Umweltinteressierte,

am 17.Juli veranstaltet das Naturschutz-Großprojekt Baar seinen 9. NGP-Tag in Donaueschingen-Pfohren. Die hohen Temperaturen, die wir derzeit erleben, führten mich zu der Frage, wie der Artenschutz die Baar konkret gegen sommerliche Hitze wappnet.

Sehr deutlich wird der Zusammenhang beim Moorschutz: Ein wiedervernässtes Moor (auch Moos genannt) funktioniert wie ein Wasserspeicher in der Landschaft, der auch in Trockenperioden Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgibt und so lokal kühlend wirkt. Maßnahmen im Schwenninger Moos, im Plattenmoss und im Rohrmoos sind Teile des Naturschutz-Großprojekts Baar.

Zum Fördergebiet Birkenried-Mittelmess, das beim 9. NGP-Tag besichtigt wird, gehören ebenfalls Moorflächen. An den Riedseen befindet sich ein fichtenbestandenes Hochmoor. Hier erfolgt ein Waldumbau zum Moorwald – ein schönes Beispiel, um die Effekte des Waldes unter die Lupe zu nehmen: Auch der Wald ist Wasserspeicher, kühlt durch Verdunstung und ist zudem wertvoller Schattenspender. Feuchtwiesen helfen, Wasser in der Fläche zu halten ebenso wie renaturierte oder neugeschaffene Gewässer. Artenvielfalt stärkt die Widerstandskraft der Natur.

Stadtgrün hilft in den Ortskernen dem Stadtklima. Vor einigen Tagen hatte sich eine Gemeine Winterlibelle in unser Umweltbüro verirrt – als Beweis entstand das Titelfoto dieser Ausgabe. Es freut uns, vielfältige Insekten im Ort zu entdecken, denn Insekten sichern den Erhalt von Wildblumenwiesen und Grünflächen.

Falls Sie neugierig geworden sind: Zum NGP-Tag sind alle herzlich eingeladen. Nun wünsche ich uns, dass wir wohlbehalten durch die heißen Tage kommen.

Wiltrud Siegfried,
Leitung Umweltbüro
Wiltrud Siegfried,
Leitung GVV Umweltbüro

Aktuelles aus dem Umweltbüro

Sommerprogramm-Finale
der Naturerlebnisgruppen

Die letzten Exkursionen des diesjährigen Sommerprogramms der Naturerlebnis-gruppen sind in vollem Gange. Der Besuch beim Imker und im Römerbad in Hüfingen waren vermutlich die Höhepunkte für die Kinder. Die Römerspiele haben für viele Lacher gesorgt und das Abkühlen im Kneippbecken war ein Erlebnis für sich. Auch für die betreuenden FÖJ-lerinnen waren spannende Themen dabei, über die sie im Rahmen der Naturerlebnisgruppen viel erfahren konnten.

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Naturerlebnisgruppen: Sommerfinale und Ausblick auf das Winterprogramm
Stefan Sihombing

Von Indonesien
nach Donaueschingen

Seit April 2026 unterstützt Stefan Sihombing aus Indonesien das Team vom Umweltbüro. In seinem Heimatland ist er seit vielen Jahren als Deutschlehrer tätig.

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Kurz notiert

Das neue Winterprogramm ist da!

Das neue Winterprogramm 2026/2027 der Naturerlebnisgruppen ist online. Es warten viele neue und spannende Abenteuer auf die Teilnehmer. Neben kleinen Exkursionen am Gewässer ist auch ein Besuch im Löffinger Tierheim mit dabei. Passend zu Halloween werden im Oktober Kürbisse geschnitzt und im Januar Schneemänner im Schlosspark gebaut. Ganz neu im Programm: Eine Exkursion zum Hochwasser-rückhaltebecken in Wolterdingen. Ein Besuch im Franziskanermuseum in VS-Villingen bildet den Abschluss.
Anmeldungen sind ab sofort über das Anmeldeformular auf der Webseite des Umweltbüros möglich. Anmeldeschluss ist der 27. September 2026. Den Programm- flyer können Sie hier herunterladen.

Zukunft Wärme Neudingen

Als Ergebnis der kommunalen Wärmeplanung hat sich Neudingen als potenzielles Gebiet für ein Nahwärmenetz erwiesen. Hierbei besteht die Möglichkeit, die Abwärme aus der Biogasanlage des Teilhofs aktiv zu nutzen und Teile Neudingens damit klimafreundlich zu beheizen. Die Stadt Donaueschingen wird hierzu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Um alle Bürger frühzeitig über die ersten Ideen und Überlegungen zu informieren, findet am Donnerstag, 23. Juli, ab 19:30 Uhr eine Informations-veranstaltung in der Mehrzweckhalle in Neudingen statt.

Alle Infos zur Veranstaltung sowie die Themenschwerpunkte des Abends können Sie hier nachlesen.

Nachrichten aus dem Umweltbüro

Klimawandel: Gefahr
für das Leben im Wasser

Der Klimawandel lässt keinen kalt. Unter dem Menschen gemachten Klimawandel leiden nicht nur Menschen, sondern auch alle anderen Lebewesen, egal ob im Wasser oder an Land. Wasser ist eigentlich Leben. Wenn es aber zu heiß wird, wird es zur Todesfalle. An vielen Gewässern fehlt es immer noch an Schatten spendenden Gehölzen. Durch lange Trockenheits-phasen sinken die Pegel, was den Effekt der Erhitzung noch verstärkt. Unser oberes Bild zeigt den niedrigen Wasserstand im Wolterdinger Wolfsbach. Und wenn das Bachbett ganz austrocknet, so wie aktuell im Donaueschinger Brühlgraben, sterben alle darin befindlichen Tiere.

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Gewässerschau in Hüfingen

Gewässerschau in Hüfingen

Alle 5 Jahre muss an den Gewässern zweiter Ordnung eine Gewässerschau durchgeführt werden. In diesem Jahr war im Bereich des GVV Donaueschingen die Stadt Hüfingen wieder an der Reihe. Im März wurden die Hüfinger Gewässer Mühlkanal, Kennerbach, Hausener Dorfbach, Aubach in Mundelfingen sowie der Mühlbach in Sumpfohren unter die Lupe genommen. Ergebnis: Insgesamt gab es weniger zu beanstanden. Aber noch immer gibt es zahlreiche Stellen mit Verbesserungsbedarf.
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Insektensommer in Hüfingen

Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran” des NABU und des Landes Baden-Württemberg fördert die Anlage naturnaher Flächen in Kommunen. Im Rahmen des Projekts wurden seit Herbst 2025 an sieben Standorten Flächen mit Wildpflanzen umgestaltet. Von den Gärtnerinnen und Gärtnern des Bauhofs Hüfingen wurden Blumenwiesen eingesät, Wildstauden und Blumenzwiebeln gepflanzt sowie viele bunte Kräuter ausgesät. Jetzt im ersten Jahr sind die Pflänzchen noch klein und müssen anfangs gegossen werden, damit sie in der extremen Sommerhitze nicht vertrocknen.
Doch viele Arten sind an Sonne und Dürre angepasst. Die neuen Wildstaudenbeete sind daher bunt, artenreich und pflegeleicht zugleich. Durch den langen Blühzeitraum bieten sie Insekten vor allem auch in den heißen Sommermonaten einen wertvollen Lebensraum. Besonders schön haben sich die beiden Beete auf dem Spielplatz „Schari“ entwickelt.
In Hubertshofen entsteht ein Biberwald

In Hubertshofen
entsteht ein Biberwald

Der Biber macht als Baumeister und Landschaftsgestalter seinem Namen alle Ehre. Auf der Baar und im Schwarzwald erobert der Biber sukzessive alle Lebensräume entlang der Bäche. Er baut Dämme und Biberburgen, fällt Bäume und verändert so das Landschaftsbild.

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Veranstaltungen und Termine

Umweltgruppe Südbaar:
  • 17.07.2026, 13-18 Uhr: Naturschutzgroßprojekttag, Pfohren Mehrzweckhalle, weitere Infos
  • 18.07.2026, 10 Uhr: Reparatur-Café, Eichendorffschule Donaueschingen
Schwarzwaldverein Donaueschingen:
  • 05.09.2026, 9.30 Uhr: Biotoppflege an der Sperbelhalde, Parkplatz Schächer Fürstenberg
  • 19.09.2026, 9.45Uhr: Biotoppflege Weißwald, Parkplatz Beckhofen/ Brigach
  • 26.09.2026, 9.30 Uhr: Biotoppflege Hüfinger Orchideenwald, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
NABU:
  • 22.09.2026, 18.30 Uhr: Igel - Überleben im Winter, Martina Benzing, Kurhaus Bad Dürrheim
Baarverein:
  • 05.09.2026, 14 Uhr: Agri-PV: Strom und Lebensmittel, Hof Wiggert Löffingen, Hämmerleweg 24
Projektgruppe „Bad Dürrheim blüht auf“:
  • 20.07.2026, 17 Uhr: Foto-Walk an den Salinensee, Parkplatz am Salinensee, Bad Dürrheim
  • 31.07.2026, 18 Uhr: Regenerativer Gemüsebau – „Frisches Gemüse von der Ostbaar“
Umweltzentrum Schwarzwald-Baar-Neckar
  • 01.08.2026, 14 Uhr: Moosführung im Schwenninger Moos mit Christa Müller, Umweltzentrum an der Südseite, Neckarstraße 120, 78056 Villingen-Schwenningen
Hier finden Sie Veranstaltungskalender von Vereinen mit Umweltbezug:

Weitere Themen

Krautschau macht 36 Pflanzenarten sichtbar

Pippau, Storchenschnabel, Kompass-Lattich und Co.: Acht Pflanzenentdecker beteiligen sich an der Krautschau-Aktion der Umweltgruppe Südbaar und machen 36 Pflanzenarten sichtbar - mitten in der Stadt. Hier gibt es viele Bilder der Mitmachaktion!

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Kreide, Pflanzen-App und Neugier: Krautschau in Donaueschingen mach 36 Pflanzenarten sichtbar
Pfohrener Wasserbüffel

Einladung zum 9. NGP-Tag in Pfohren

Seit nunmehr acht Jahren setzt das Naturschutzgroßprojekt „Baar“ erfolgreich Maßnahmen im Schwarzwald-Baar-Kreis sowie im Landkreis Tuttlingen um. Aus diesem Grund möchten wir der Öffentlichkeit auch dieses Jahr die Möglichkeit bieten, mehr über unsere Arbeit zu erfahren.
In diesem Sinne laden wir Sie herzlich zum 9. NGP Tag ein am Freitag, 17. Juli 2026 um 12:00 Uhr in der Mehrzweckhalle, Gartenstraße 2, 78166 Donaueschingen-Pfohren. Ab 12:00 Uhr steht die Mehrzweckhalle für den persönlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft und Forst bei Kuchen und belegten Brötchen offen. Um 13:00 Uhr beginnt das offizielle Programm mit der Begrüßung und den Grußworten. In diesem Jahr wird auch Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Dr. Andre Baumann, ein Grußwort sprechen und am NGP-Tag teilnehmen. Neben einem Vortrag zu den Leuchtturmprojekten des Naturschutzgroßprojekt „Baar“ besteht die Möglichkeit, sich in der Ausstellung über das Projekt zu informieren.

Anschließend können Sie sich auf einen spannenden Vortrag über die heimische Vogelwelt im Fördergebiet „Birkenried-Mittelmess“ von Dr. Ingmar Harry, einem mit diesem Gebiet vertrauten Ornithologen, freuen. Den Tag beschließt eine Exkursion in das Fördergebiet „Birkenried-Mittelmess“, in welchem Sie die Vogelwelt, anknüpfend an den Vortrag von Herrn Dr. Harry, live erleben können.

Weitere Informationen zum Programm finden unter www.ngp-baar.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, gerne auch mit Ihrer Familie, und einen lebendigen fachlichen Austausch. Zur besseren Planung der Bewirtung und der Exkursion wird um eine formlose Anmeldung per E-Mail (ngpbaar@lrasbk.de) oder telefonisch (07721 913-7700) gebeten.

Jury kürt Gewinner des Naturgartenwettbewerbs

Beim Naturgartenwettbewerb in Hüfingen, organisiert von der Umweltgruppe Südbaar, stehen die finalen Platzierungen fest. Gesucht waren besonders vielfältige und naturnahe Gärten. Fünf Hüfinger Gartenbesitzer sowie die Jugendhilfe-einrichtung Mariahof hatten sich beworben. Am 28. Juni war es soweit und eine vierköpfige Jury besichtigte und bewertete die Gärten aller Teilnehmer. Welche Naturgärten es am Ende auf das Treppchen geschafft haben, wird am 21. Juli um 17 Uhr bei der Preisverleihung durch Schirmherr und Bürgermeister Patrick Haas in der Hüfinger Rathausgalerie verraten.

Gemeinsam
Jakobskreuzkraut entfernt

Festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Käppi, lange Hose und Ärmel als Sonnenschutz: So ausgerüstet und trotz großer Sommerhitze sind auch in diesem Jahr wieder zahlreiche freiwillige Helfer dem Aufruf des Landschafts-erhaltungsverbandes (LEV) gefolgt, um am Truppen-übungsplatz Donaueschingen sowie im Hüfinger Hammeltal Jakobskreuzkraut "auszurupfen". Denn: Die an sich schönen gelben Blumen haben es wahrlich in sich. Die Giftpflanze ist vor allem für Weidetiere eine echte Gefahr.

Zur Sicherstellung der Beweidung auf den beiden Gebieten - der Wanderschäfer lässt seine Schafe (Ende August) nur auf die Fläche, wenn die Giftpflanzen entfernt wurden - waren insgesamt vier Termine Ende Juni angesetzt.

Tatkräftig unterstützt wurden die freiwilligen Helfer in diesem Jahr durch Stefan Sihombing, der im GVV Umweltbüro derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst leistet. Organisiert wurden die Aktionen von Irene Schenzinger. Nach getaner Arbeit gab es ein gemeinsames Vesper und Getränke.

Flächen gewinnen durch Innenentwicklung

Beim Flächenbedarf stehen kleine und mittlere Städte besonders unter Druck. Die Nutzung vorhandener Potenziale gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Deutschland verbraucht täglich Fläche für Siedlung und Verkehr. Kleine und mittlere Städte stehen besonders unter Druck, denn Wohnraumbedarf, Gewerbeansiedlung, landwirtschaftliche Nutzflächen und Naturschutz konkurrieren auf engem Raum. Die Nutzung vorhandener Potenziale gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl an Beispielen für erfolgreiche Innenentwicklung in unserer Region.

Die Stadt Bad Dürrheim hat 2022 ein Forum Innenentwicklung ins Leben gerufen und im Jahr 2023 Leitlinien für eine qualitätsvolle Innenentwicklung verabschiedet. Seither wurde einiges in die Innenstadtsanierung investiert und Fördergelder, auch für die Entwicklung der Ortsteile, abgerufen. Zum Beispiel wird die Alte Mosterei in Biesingen zu einem Bildungs- und Familienzentrum umgebaut.

Aus einem ehemaligen Kasernengelände in Donaueschingen wird seit 2016 das neue Quartier „Am Buchberg“ entwickelt. Es besteht aus Wohneinheiten unterschiedlichster Art und Größe, Umnutzung bestehender Gebäude und Neubau. Zudem wurden eine Kindertagesstätte und die neue Realschule errichtet. Als zentrales Element des Areals ist ein öffentlicher Bürgerpark geplant, der sich durch das gesamte Quartier erstreckt.

Die Stadt Hüfingen entwickelt das zentrale Gelände des ehemaligen Gasthof Frank weiter. Entstehen soll ein multifunktionales Gebäude mit Möglichkeiten für Wohnen im Alter und Nachbarschaftshilfe. Das Nutzungskonzept befindet sich zurzeit in Planung.

Die Stadt Bräunlingen nimmt ihre Innenstadtentwicklung gestaffelt in mehreren Sanierungsabschnitten vor und wurde für den Bereich „Altstadt II“ im Rahmen der Architekturroute für gutes regionales Bauen ausgezeichnet. Im Bauabschnitt „Altstadt III“ entstand ein gemischtes Quartier mit Seniorenzentrum. Weitere Abschnitte folgen.

Verschiedene Fördermöglichkeiten in Bund und Land unterstützen die Gemeinden beim Thema Innenentwicklung. Die Städte selbst fördern private Maßnahmen.
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