„Natur nah dran“ in Hüfingen: An diesen Stellen soll eine blühende Vielfalt wachsen

In den vergangenen Wochen wurden im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ weitere Flächen in Hüfingen vorbereitet, die in blühende Wildblumenwiesen umgewandelt werden.

Schaffhauser Straße

An der Donaueschinger Straße, im Park südlich des Pflegeheims und entlang der Schaffhauser Straße wurden Rasenflächen mit der Fräse bearbeitet. Die Bodenbearbeitung wird in den kommenden Wochen nochmals wiederholt, da ein sauberes, krümeliges Saatbett Voraussetzung für den Erfolg einer Einsaat von Wildpflanzen ist.

Teilweise wurde zur Ausmagerung auch Sand eingearbeitet. Sobald es etwas wärmer und ausreichend feucht ist, werden die Flächen mit einer bunten Mischung aus einheimischen Blumen, Kräutern und Gräsern eingesät. Im Herbst 2026 sollen dort dann noch Hunderte von Blumenzwiebeln gesteckt werden. Ziel ist die Entwicklung von bunten, artenreichen Wildblumenwiesen.

Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und Land wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei zu unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Seit 2016 wandelten 121 Kommunen fast 300.000 Quadratmeter naturnah um.

Park Pflegeheim

Oft bestehen Samenmischungen für Blumenwiesen aus nicht gebietsheimischen, exotischen Pflanzen oder zuweilen sogar sterilen Zuchtsorten, die unseren häufig spezialisierten, seltenen oder sogar bedrohten Insektenarten kaum Nahrung bieten.

Beispielsweise haben sich einige Wildbienenarten, wie die Knautien-Sandbiene, im Lauf der Evolution auf eine ganz spezielle heimische Futterpflanze spezialisiert und sind damit zwingend auf deren Vorkommen angewiesen. Mit einem Großteil der im Handel angebotenen Samenmischungen können sie daher leider nicht viel anfangen.

Donaueschinger Straße

Im Gegensatz zu der nicht im Bestand gefährdeten Honigbiene, die sich als Generalistin von einer Vielzahl an Pflanzen ernähren kann, stehen von den mehr als 460 in Baden-Württemberg vorkommenden Wildbienenarten über die Hälfte auf der Roten Liste.

Diese Wildbienen können wir mit Blühmischungen unterstützen, die möglichst viele verschiedene heimische Wildblumensamen enthalten und an die regionalen Bedingungen angepasst sind. Auf diese Weise können unterschiedlichste Arten mit Nahrung versorgt und der Erhalt der biologischen Vielfalt gefördert werden.