Naturschutz hat die Aufgabe, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft zu erhalten und zu entwickeln. Zur Vielfalt gehört insbesondere auch die Artenvielfalt – alle bei uns natürlicherweise vorkommenden Tier-und Pflanzenarten sollen eine dauerhafte Lebensmöglichkeit erhalten.
Damit es Ihnen leichter fällt, einige dieser Arten zu bestimmen, haben wir Ihnen hier eine Übersicht über verschiedene Bestimmungsapps bereitgestellt.
Um die Ziele des Naturschutzes zu erreichen, werden Schutzgebiete unterschiedlicher Art ausgewiesen.
Naturschutzgebiete schützen größere Flächen mit Vorkommen seltener Biotope,Tier- und Pflanzenarten, in denen der Naturschutz Vorrang vor anderen Belangen hat. Entsprechende kleinere Flächen (unter 5 ha) können als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen werden. Naturdenkmale können auch Einzelschöpfungen der Natur sein, wie Felsbildungen oder landschaftsprägende Bäume.
Vielfältige schöne Landschaften werden als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Dort sind Baumaßnahmen strengen Beschränkungen unterworfen, die bisherige landwirtschaftliche Nutzung kann aber uneingeschränkt fortgesetzt werden.
Einen europäischen Schutzstatus haben NATURA-2000-Gebiete, namentlich Vogelschutzgebiete und Fauna-Flora-(FHH)-Gebiete. Vogelschutzgebiete sollen großflächig den Lebensraum bestimmter seltener Vogelarten sichern, und FFH-Gebiete umfassen bestimmte vegetationskundlich definierte Biotoptypen (z.B. Buchenwälder, Mähwiesen).Diese FFH-Biotope müssen auch dann erhalten werden, wenn sie außerhalb eines abgegrenzten FFH-Gebietes liegen.
Weitere Biotope wie z.B. Feuchtwiesen unterstehen dem landesrechtlichen Schutz als ,,geschützte Biotope“. Sie dürfen in ihrem Bestand und ihrer Qualität nicht geschädigt werden.
Naturschutz auf der Südbaar
Die Städte der Südbaar engagieren sich in vielen Bereichen des Naturschutzes. Einige Beispiele sind hier aufgeführt:

Biotopverbundplanung
Nach dem Naturschutzgesetz Baden-Württemberg sind Kommunen verpflichtet, eine Biotopverbundplanung zu erstellen. Ziel ist es, landesweit für den Biotopverbund im Offenland 15 % der Fläche bereitzustellen. Der Biotopverbund soll aus Kernflächen, Trittsteinflächen und weiteren Verbundelementen bestehen. Alle Bestands- und Maßnahmenpläne für Donaueschingen, Hüfingen, Bräunlingen und Bad Dürrheim sowie eine Übersicht zu Schwerpunkträumen können Sie sich auf dieser Seite herunterladen: Übersichtsseite zur Biotopverbundplanung

Forstwirtschaft
Die Wälder der Baar sowie der Ostabdachung des Schwarzwaldes sind bisher weitgehend von Fichtenreinbeständen geprägt. Die Forstverwaltung verfolgt seit langem eine naturnahe Linie im Waldbau, die auf standortgerechte Mischbestände setzt und die Wälder in dieser Richtung umbaut. Diese Politik wird von den Städten als großen Waldbesitzern mitgetragen. Ein Hemmnis sind freilich die noch mancherorts zu hohen Wildbestände.

Gewässer
Die naturnahe Gestaltung von Gewässern hat einen erheblichen Einfluss auf ihren ökologischen Wert. Die Südbaarkommunen sind engagiert bei der Renaturierung der Gewässer 2.Ordnung. Hierüber erfahren sie mehr in der Rubrik Gewässer.
Wolfsbach, vor der Renaturierung
Quellen: Gerhard Bronner

