Was ist der Ökologische Fußabdruck?

Anhand des Ökologischen Fußabdrucks lässt sich die Fläche auf der Erde bestimmen, die jeder Einzelne verbraucht um seinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Dabei spielt nicht nur die Wohnfläche eine Rolle, sondern eben auch die Fläche, die verbraucht wird, um unseren Resourcenbedarf zu decken. Dabei muss zum Beispiel Fläche berücksichtigt werden die für den Nahrungsanbau, das Ausgleichen unseres CO2-Austoßes oder das Abbauen unseres erzeugten Mülls verbraucht wird.

Alle 2 Jahre veröffentlicht der WWF den Living Planet Report, welcher den Verbrauch der Erde nach Nationen aufzeigt. Das Ergebnis für Deutschland: Der deutsche Fußabdruck liegt im Durschnitt bei etwa 5 Hektar dabei stehen pro Person höchstens 1,8 Hektar zur Verfügung. Würden alle Menschen so leben wie wir, bräuchten wir die Fläche von 3 Erden.

Bei der Berechnung des ökologischen Fußabdruck werden folgende Faktoren berücksichtigt: Ernährung, Mobilität, Wohnen und Konsum

In Deutschland macht die Ernährung mehr als ein Drittel des durchschnittlichen ökologischen Fußabdruck aus, der Großteil davon (ca. 80%) ist auf tierische Lebensmittel zurückzuführen. Beim Faktor Wohnen stellt die Energie, die zum Heizen benötigt wird, den größten Anteil des Fußabdrucks dar.

Finden sie heraus, wie groß ihr ökologischer Fußabdruck ist.

Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck verringern?

Wir wollen Ihnen hier ein paar Tipps für den Alltag vorstellen, mit denen Sie ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern können:

Ernährung:

  • Weniger Fleisch und tierische Produkte wie Eier, Milch, Käse oder Yoghurt essen: Tierhaltung ist mit einem hohen Wasser- und Flächenverbrauch verbunden, zudem werden vor allem bei der Rindfleischerzeugung bis zu 28kg Klimagase pro Kilogramm Rindfleisch freigesetzt.
  • regionale und saisonale Produkte kaufen: Lange Transportwege von importiertem Obst und Gemüse, energiefressende Kühlketten und beheizte Gewächshäuser spielen in den ökologischen Fußabdruck mit rein. Es gilt zudem: Produkte, die mit dem Flugzeug transportiert werden, sorgen im Vergleich zu Produkten, die per Schiff transportiert werden, für einen größeren ökologischen Fußabdruck.
  • Lebensmittelverschwendung vermeiden: Etwa 8% der vom Menschen verursachten Treibhausemissionen gehen auf die globale Lebensmittelverschwendung zurück und tragen somit zum Klimawandel bei. Schreiben Sie sich also vor dem Einkaufen einen Einkaufszettel und vermeiden Sie so Intuitivkäufe, die Sie gar nicht benötigen.

Wohnen:

  • Ökostrom nutzen: Ein Drei- bis Vier-Personen-Haushalt kann mit einem Wechsel zu einem unabhängigen Ökostromanbieter bis zu 1,9 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.
  • Heizung runterdrehen: Heizen Sie nur so viel wie nötig bzw. schalten Sie die Heizung eine Stufe niedriger. Es können bereits bis zu 350kg CO2 pro Jahr eingespart werden, wenn ein Vier-Personen-Haushalt die Temperatur um einen Grad senkt. 
  • Elekrtogeräte nicht im Stand-by-Modus laufen lassen
  • Licht ausschalten, wenn man das Zimmer verlässt
  • Nicht länger als notwendig duschen
  • Wasser abdrehen, während man Zähne putzt oder das Gesicht wäscht

Mobilität:

  • Aufs Fliegen verzichten: Das Flugzeug ist das klimaschädlichste Verkehrsmittel, das wir haben. Ca. 4,9% der globalen Erwärmung der Erde sind auf CO2-Emissionen des Luftverkehrs zurückzuführen.
  • öffentliche Verkehrsmittel nutzen: Bei Reisen oder Fahrten innerhalb von Deutschland und seinen Nachbarländern auf Bus und Bahn unsteigen, statt zu fliegen oder mit dem Auto zu fahren.
  • Aufs eigene Auto verzichten: Nutzen Sie für kurze Strecken lieber das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Bilden Sie für den Arbeitsweg Fahrgemeinschaften, um den eigenen und den ökologischen Fußabdruck der Kollegen zu verringern. Wer weniger als 10.000km im Jahr fährt, fährt mit Carsharing oder Mietwagen nicht nur umweltfreundlicher, sondern es ist meistens auch noch günstiger.

Konsum:

  • Nicht alles neu kaufen: Überlegen Sie sich vor den Kauf, ob Sie das Produkt wirklich brauchen. Pflegen oder reparieren Sie lieber die Sachen, die Sie schon haben. Kaufen Sie Dinge, die Sie benötigen, gebraucht. Leihen, teilen, tauschen, reparieren und selbst machen, sind nachhaltige Grundregeln.
  • Müll reduzieren: Plastikmüll, der in die Umwelt gelangt, gehört zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Kaufen Sie häufiger unverpackt und plastikfrei ein. Lesen Sie Zeitungen lieber digital, nutzen Sie Mehrweg-Produkte wie z. B. Stoffbeutel zum Einkaufen, Trinkflaschen, etc.

 

Zuletzt aktualisiert am 17.11.2021 (F. M.)

 

 

 

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