Normalerweise reagieren Landwirte mit Stirnrunzeln, wenn auf oder neben ihren Nutzflächen Gehölze gepflanzt werden sollen. Sie stören die großen Maschinen, werfen Schatten und Laub auf den benachbarten Acker. In Bad Dürrheim dagegen setzt Landwirt Christoph Trütken vom Antonihof auf „Agroforstwirtschaft“. Er pflanzte 600 Bäume auf 26 Hektar Fläche, um seine Tiere und Böden besser vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Er ist sich sicher, dass sein Hof von diesem Konzept profitieren wird.

Der Klimawandel hat immer mehr Auswirkungen auch auf die Landwirtschaft. Hitzesommer, Trockenheit, Bodenerosion, das sind nur einige Auswirkungen, die Landwirten in ganz Europa zu schaffen machen, je nach Region stärker oder schwächer. Der Trend ist aber klar. Landwirte müssen sich früher oder später an die neuen Gegebenheiten anpassen. Sonst drohen Ertragsausfälle. Ein Baustein im Kampf gegen den Klimawandel heißt Agroforstwirtschaft.
Die Bäume, die Christoph Trütken entlang und auf seinen Weideflächen gepflanzt hat, sollen schon bald Schatten für seine rund 120 Weidetiere spenden und die Böden vor Bodenerosion schützen. Das berichtet der SÜDKURIER in seinem Artikel vom 4. Juli 2025. (Hier geht es zum Original-Artikel).
Neben schnellwachsenden Pappeln gedeihen auch Bergahorn, Elsbeere und Schwarzerle auf seinen Flächen. An den Rändern wurden zusätzlich Hecken aus Haselnuss, Hainbuche, Weißdorn, Weide und Feldahorn gepflanzt. Zusammen beeinflussen diese das Mikroklima auf den Äckern positiv.
Die Kombination von Gehölzen mit Ackerkulturen und Tierhaltung hat gegenseitige, ökologische vorteilhafte Wirkungen haben und fördert die Biodiversität.
Landwirte erhalten für Maßnahmen im Bereich Agroforstwirtschaft eine Förderung von 200 Euro pro Hektar, doch der Aufwand für die Antragstellung wird vom Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband als zu hoch angesehen.
