Wenn das Haus zu groß geworden ist: „Aus Alt mach zwei“ soll Ideen aufzeigen

  • Wohnraumprojekt „Aus Alt mach zwei“ des Gemeindeverwaltungsverbandes Donaueschingen erfolgreich gestartet
  • Rund 20 Zuhörer informieren sich bei Vorträgen im Hotel Grüner Baum
  • Referenten zeigen Möglichkeiten auf, ungenutzte Flächen durch clevere Umgestaltung und Finanzierung in neuen Wohnraum umzuwandeln
  • Erstberatungen durch Architekten werden mit bis zu 400 Euro gefördert
  • Interessierte Hauseigentümer können sich jetzt beim Umweltbüro melden!     

Donaueschingen/Hüfingen/Bräunlingen – „Haben Sie alles was Sie brauchen? Und brauchen Sie alles was Sie haben?“ Fragen, die sich Hauseigentümer stellen sollten, berichtet Christa Gnann bei ihrem Vortrag am Donnerstag, 22. Mai, bei der „Aus Alt mach zwei“-Auftaktveranstaltung im Hotel Grüner Baum in Allmendshofen. Christa Gnann hatte das Projekt „Aus Alt mach zwei“ in der Gemeinde Bodnegg im Landkreis Ravensburg betreut, das jetzt vom Umweltbüro des Gemeindeverwaltungsverbandes Donaueschingen auf der Südbaar angeboten wird.

Gnann berichtete den Anwesenden von ihren Erfahrungen und dem großen Erfolg des Projekts, an dessen Ende knapp 80 Erstberatungen durch Architekten und zahlreiche Umbauten standen.  

Aus Alt mach zwei: Christa Gnann zeigt den Zuhörern einige Beispiele, wie platzsparendes Wohnen möglich ist.

Aus Alt mach zwei: Christa Gnann zeigt den Zuhörern einige Beispiele, wie platzsparendes Wohnen möglich ist. Bild: Jens Fröhlich

Vom kleinen Eingriff bis zum großen Umbau

Umbauten, die so unterschiedlich ausfallen können und müssen, wie sich auch die individuellen Voraussetzungen der Lebenssituationen ihrer Eigentümer sowie der Gebäude selbst darstellen.

Bei manchen Objekten reicht es schon, einen separaten Eingang zu schaffen mit einem Mauerdurchbruch oder einer Außentreppe. Bei anderen Häusern ist vielleicht eine Generalsanierung und ein umfangreicher Umbau nötig, wie ihn Architekt Günter Limberger aus Grüningen in seinem Vortrag nachzeichnete.

Architekt Günter Limberger zeigt an einem Praxisbeispiel, wie ein älteres Wohnhaus in zwei getrennte Wohnbereiche aufgeteilt werden kann. Bild: Jens Fröhlich            

Attraktiven Förderungen für energetische Sanierung   

In der heutigen Zeit sollte dabei immer eine energetische Sanierung mit einhergehen. Das steigere nicht nur den Wert der Immobilie sondern öffne auch die Türe zu den attraktivsten Fördertöpfen, so der Architekt. Um nur ein Beispiel zu nennen: Beim Einbau einer neuen Heizung auf Basis regenerativen Energien sind Fördergelder bis zu 70 Prozent der Kosten möglich.  

In dieselbe Richtung zeigte abschließend der Vortrag von Andreas Schacherer, Leiter Baufinanzierung bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar. Er beleuchtete das Thema Finanzierung und Fördermittel. Wie sein Vorredner war für ihn klar: Wer einen Umbau plant, von Einzelmaßnahmen bis hin zu Generalsanierungen, komme um Fördertöpfe im Bereich energetische Effizienz kaum herum.   

Andreas Schacherer, Leiter Baufinanzierung bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar, erklärt, was es bei der Finanzierung von Umbaumaßnahmen alles zu beachten gilt. Bild: Jens Fröhlich    

Beratungsphase startet

Im Nachgang der Veranstaltung können Hauseigentümer jetzt Beratungsgespräche mit Architekten ihrer Wahl vereinbaren. Die Erstberatungen müssen über ein Beratungsprotokoll  dokumentiert werden. Das Umweltbüro beantragt mit diesen Protokollen später die Förderung und erstattet diese den Hauseigentümern zurück. 

Interessierte können sich weiterhin melden

Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, ob ein Umbau möglich und sinnvoll ist, kann sich beim Umweltbüro Donaueschingen melden.

Alle wichtigen Informationen zum Projekt, zum Ablauf der Förderung sowie eine Kontaktliste mit Architekten, die sich bereit erklärt haben, Erstberatungen zu übernehmen, erhalten Sie bei Jens Fröhlich (Telefon: 0771 / 17516368, Email: jens.froehlich@gvv-umweltbuero.de)