Die Energiewende im Gebiet des Gemeindeverwaltungsverbandes Donaueschingen (GVV) ist in vollem Gange. Vielerorts trifft man auf Baustellen und fertige Projekte. Der Umbau unserer Energieversorgung schreitet mit großen Schritten voran. Wir zeigen, welche Projekte derzeit entstehen und wo die Energiezukunft bereits konkrete Formen angenommen hat. Bleibt zu hoffen, dass dieser Schwung nicht bald wieder ausgebremst wird.


Wird von Donaueschingen aus ein Blick in Richtung Länge bei Neudingen geworfen, zeigen sich die ersten Türme der Windkraftanlagen, die dort in die Höhe wachsen. Sie sind ein großen Baustein für die Energiewende in der Region.
Insgesamt werden sechs moderne Schwachwindanlagen gebaut, die eine Gesamthöhe von rund 245 Metern erreichen sollen.
Im Bräunlinger Stadtteil Döggingen ist der große Solarpark II ans Netz gegangen.

Innovation auf dem Acker
In Donaueschingen-Pfohren wird aktuell ein großer Agri-PV-Solarpark mit 1 MWp Leistung beim Teilhof gebaut. Diese Anlage hat die Besonderheit, dass sich die Module schwenken lassen, wodurch die Module dem Sonnenstand nach ausgerichtet werden können.
Eine Bewirtschaftung der darunterliegenden Ackerfläche bleibt weiterhin möglich.


Mit Nahwärme zur Klimaneutralität
Auf den Dächern der neuen Realschule Donaueschingen und der dazugehörigen Turnhalle gehen bald zwei große PV-Anlagen mit insgesamt etwa 230 kWp ans Netz. Ein weiterer Schritt in Richtung klimaneutraler Stadtverwaltung.
In der Eichendorffstraße in Donaueschingen werden derzeit Nahwärmeleitungen verlegt. Durch diese soll schon bald die Eichendorffschule mit Wärme versorgt werden.
In der Schule wurden im letzten Jahr noch rund 940.000 kWh Erdgas verbraucht. Dieser Energieverbrauch kann durch die Umstellung auf Nahwärme künftig nahezu klimaneutral bilanziert werden, das das Nahwärmenetz Brigachschiene bereits heute mit nahezu 100 Prozent mit regenerativen Energien betrieben wird. Weitere Informationen: Lesen sie hierzu auch Siehe dazu auch den aktuellen Energiebericht 2024.
Auch in Bräunlingen ist ein Großteil der Innenstadt eine Baustelle. Dort wird derzeit ebenfalls ein Nahwärmenetz aufgebaut.
Dieses soll in Zukunft mithilfe einer Hackschnitzelanlage neben vielen kommunalen Gebäuden, wie dem Rathaus und der Stadthalle, auch möglichst viele Privathäuser beheizen. Der Bau soll voraussichtlich bis 2030 abgeschlossen sein.

In Hüfingen kann an der Heizzentrale Belchenwiesen ein neuer Kamin mit rund 22,80 Meter erblickt werden.
Hier wird die Heizzentrale erweitert und das Nahwärmenetz mit einer Hackschnitzelanlage zukunftsfähig und nachhaltig umgebaut.

Das bringt die Zukunft
Ein Blick auf die vielen Großbaustellen zeigt, wie die Energiewende aktuell in Bewegung ist und voranschreitet.
Zudem befinden sich viele weitere Projekte bereits in Planung, wie beispielsweise ein Nahwärmenetz in der Bad Dürrheimer Innenstadt, ein großer Solarpark bei Neudingen, neue Windkraftanlagen sowie ein großer Solarpark bei Bräunlingen-Waldhausen.
